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Die Stiftung Seraphisches Liebeswerk Altötting (SLW) besteht seit 1889.
Sie betreibt an sieben Standorten
in Bayern Einrichtungen der Kinder-
und Jugendhilfe, Kindertagesstätten, sowie vier private, staatlich anerkannte Grund-, Haupt- und Mittelschulen, davon zwei Förderzentren für emotionale und soziale Entwicklung. [mehr…]




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13.07.2016


Ganztagesintensivklasse
Der Vorstand der Stiftung SLW Altötting informiert


Keine Ganztagesintensivklasse mehr am Josefsheim Wartenberg ab Schuljahr 2016/17 GIK-Schüler erhalten weiterhin intensive sozialpädagogische Unterstützung

Der Vorstand der Stiftung SLW Altötting informiert

Zum neuen Schuljahr 2016/17 werden die Auswirkungen des Schülermangels an Mittelschulen nun auch in der Ganztagesintensivklasse (GIK) am Josefsheim Wartenberg spürbar: im September können sowohl die Klassen 5 und 6 wie auch die Ganztagesintensivklasse (Jahrgangsstufen 7 bis 9) nicht mehr gebildet werden, die Klassen 7 bis 9 der Heimvolksschule werden im nächsten Schuljahr weiter geführt.
Damit wird eine Prognose der Regierung von Oberbayern und des Schulamts Erding ein weiteres Stück weit traurige Realität: sie hatten dem Leitungsgremium im Josefsheim Wartenberg sowie dem Stiftungsvorstand rückläufigen Bedarf für die private Regelschule sowie für das schulpädagogische Kooperationsangebot des Landkreises Erding und der Stiftung Seraphisches Liebeswerk Altötting prognostiziert und eine Schließung von Klassen voraus gesagt. Den Abbau der Jahrgangsstufen versucht nun die Stiftung SLW Altötting möglichst abzumildern durch ein schrittweises Zurückfahren des Schulbetriebs.

Trotz intensiver Werbung und der Öffnung der Schule für Mädchen zeichnet sich ab, dass zum neuen Schuljahr die Ganztagesintensivklasse nur mehr von vier Schülern, verstärkt durch maximal zwei Neuzugänge, besucht werden würde, und damit von Seiten des Schulamts Erding als nicht mehr förderfähig eingeschätzt wird. Ausgelegt ist dieses Angebot auf zehn Schüler. Die Jugendlichen werden von einem Klassenlehrer unterrichtet, individuell durch eine Sonderpädagogin des Sonderpädagogischen Förderzentrums Erding stundenweise im Unterricht begleitet, sozialpädagogisch durch eine Fachkraft des Jugendamts Erding betreut sowie durch einen Arbeitspädagogen (Angestellter der Stiftung SLW Altötting) auf den Übergang in das Berufsleben vorbereitet.


Arbeit an Zukunftsperspektiven in vollem Gange

Mit den Kooperationspartnern, der Regierung von Oberbayern, dem Schulamt Erding sowie dem Jugendamt Erding, sind erfolgreiche Gespräche geführt worden, um den Schülern sowie den Fachkräften der Ganztagesintensivklasse tragfähige Perspektiven anbieten zu können: Alle Schüler können, sofern sie und ihre Eltern dies wünschen, im nächsten Schuljahr die Klassen 8 und 9 an der privaten Heimvolksschule im Josefsheim Wartenberg besuchen. Am Nachmittag werden diese Schüler intensiv sozialpädagogisch betreut im Rahmen der sozialpädagogischen Hortgruppen. Zudem zeichnet sich in Gesprächen mit dem Jugendamt Erding ab, dass weitere pädagogische Zusatzleistungen für individuelle Förderung generiert werden können.

Perspektiven werden auch für die Fachkräfte der Ganztagesintensivklasse erarbeitet: die Regierung von Oberbayern sowie das Schulamt Erding planen derzeit den Einsatz der Lehrer für die Region neu, ebenso verfährt das Jugendamt Erding für ihre Fachkraft. Die angestellte Fachkraft der Stiftung SLW Altötting kann ab dem neuen Schuljahr im Bereich der stationären Jugendhilfe im Josefsheim Wartenberg übernommen werden, so dass die Stiftung keine Kündigung vornehmen muss.


Seit 1922 steht das SLW mit seinem abgestuftem Jugendhilfeangebot und angeschlossener Schule in der Verantwortung für das Josefsheim in Wartenberg. Die Verantwortlichen in der Stiftung sowie im Josefsheim schmerzt die aktuelle Entwicklung rund um die Heimvolksschule am Standort in Wartenberg mit angeschlossener Ganztagesintensivklasse sehr. Alle Beteiligten sind sich einig, dass gerade Kinder und Jugendliche, die schon zahlreiche Misserfolge in ihrer Schulkarriere bis hin zum Ausschluss an einer Regelschule erfahren haben, Perspektiven benötigen, die ihnen echte Zukunftschancen eröffnen auch wenn diese aufwendig und kostenintensiv sind. Nur gemeinsam mit allen Kooperationspartnern sind diese Herausforderungen zu meistern, die Verantwortlichen der Stiftung SLW Altötting sowie im Josefsheim Wartenberg sind jedoch zuversichtlich, tragfähige Lösungen für die Kinder und Jugendlichen mit entsprechenden begleiteten Übergängen in die Regelbeschulung im Einvernehmen mit der Regierung von Oberbayern, sowie dem Schulamt und dem Jugendamt Erding geschaffen zu haben.



Im Namen des Vorstands der Stiftung SLW Altötting,


Johannes Erbertseder
Geschäftsführender Vorstand